08 Januar, 2016

Abschied ... und Erinnerungen

Gestern bin ich in den Schwarzwald gefahren, denn mein Großonkel ist heute mit einer Trauerfeier verabschiedet worden.

Die Fahrt war dieses Mal ganz gut und stressfrei. Allerdings war mir doch ein wenig mulmig zumute, als ich am Kölner HBF war. Ich bin ja grundsätzlich ein vorsichtiger Mensch und meide auch Menschenmengen und Gruppierungen von Männern ... da mach ich immer schon einen Bogen drum herum.

Da ich aber über die Vorkommnisse hier jetzt nicht schreiben möchte, wechsele ich mal das Thema.

Die Trauerfeier war sehr schön. Der Pastor hatte schön gesprochen und es war wirklich voll gewesen.
Mein Onkel war bei uns im Ort schon recht bekannt und er hat lange ja Fussball gespielt und da war es kein Wunder, dass die Kapelle überfüllt war.

Da die Beisetzung erst später in kleinem Kreise stattfindet, war heute auch wirklich nur die Trauerfeier und ersparte den Gang zum Urnengrab.

Es war schön gewesen und da ich schon über die Weihnachtstage als ich daheim war jeden Tag immer ein wenig mehr Abschied nehmen konnte, war ich auch gefasst und innerlich ruhig.

Ich glaube es liegt auch daran, dass man einfach weiß, dass es so kommen würde und es eine Erleichterung war, dass er endlich hat friedlich einschlafen dürfen.
 Der Krebs hatte ihm viel abverlangt und es hatte so geschmerzt ihn so leiden zu sehen.

Nach der Trauerfeier sind wir alle noch zum gemeinsamen Essen mit Verwandten und Nachbarn. Es war schön - harmonisch und tat gut.

Ich persönlich finde so etwas ganz wichtig nach einer Beerdigung. Es schafft nochmal eine schöne Atmosphäre und eine Wärme.

Nach dem Essen noch ein wenig gschwätzt und dann hab ich einen kleinen Fußmarsch zu uns runter gemacht. Die Wirtschaft liegt nicht sehr weit weg und früher sind wir den Berg immer mit Ski oder Schlitten (oder einer Plastiktüte runter gerutscht). Hach ja, da kommen immer Erinnerungen hoch.

Jetzt regnet es und es ist weniger schön draussen. Die Hunde schlafen und meine Mama hat sich auch hingelegt. Hier hört man ausser meinem Tippen sonst grad gar nichts. Ich sitze im Nähzimmer meiner Mama - und erinnere mich, dass das früher mein Kinderzimmer war. 

Alles verändert sich. So ist der Lauf der Dinge und die Zeit bringt immer wieder Veränderungen, Ende und Neubeginn.

 

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